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Die Lipödem-Patientin - nicht dick, sondern krank

Das Lipödem wird selbst von Aerzten oft übersehen oder mit einer Adipositas oder einem Lymphödem verwechselt. Dadurch haben die Betroffenen häufig einen langen Leidensweg hinter sich, bevor die richtige Diagnose und Therapiemöglichkeit empfohlen wird. Belastend für die Patientinnen sind vor allem die Beschwerden durch die Oedeme, das heisst durch "das Wasser in den Beinen". Im Laufe des Tages treten diese Schwellungen im Unterhautgewebe der Unterschenkel, nicht jedoch in den Füssen, auf. Verursacht werden sie durch eine vermehrte Durchlässigkeit der Kapillaren für Flüssigkeit und einer Behinderung des Lymphabflusses.

Bei Krankheitsbeginn sind die Oedeme morgens nicht oder kaum vorhanden, abends aber deutlich sichtbar. Verstärkt wird dies durch langes Stehen oder Sitzen, besonders in der heissen Jahreszeit. Im Laufe der Jahre verstärkt sich der Befund: die Unter- und Oberschenkel sind ganztags geschwollen und werden auch über Nacht nicht mehr schlank. Durch diese Wasseransammlungen entstehen Schwere- und Spannungsgefühle sowie Berührungs- und Druckschmerzen.

Die betroffenen Frauen leiden psychisch erheblich unter ihren unproportionierten, säulenförmigen Beinen und den festen Armen. Viele Betroffene weisen sich fälschlicherweise selbst die Schuld an ihrer Figur zu. Trotz aller Massnahmen wie Diäten oder Sport nimmt das Fettgewebe an den Beinen und Armen weiter zu, allenfalls der Rumpf wird schlanker, was die bestehende Disproportion weiter verschlechtert. Diese Erkrankung ist nur operativ mittels einer wasserstrahl-assistierten Liposuction richtungsweisend und nachhaltig zu behandeln.

Entstauungstherapie

Wiederholte Lymphdrainagen und konsequentes Tragen von Kompressionstrümpfe können die Druckschmerzhaftigkeit beim Lipödem vermindern. Eine Reduktion des Umfangs ist aber durch diese konservativen Massnahmen allein nicht zu erwarten.